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VSC, Gitlab, Markdown & MkDocs

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich mit einigen Arbeitstechniken beschäftigt, die mich für meine Unterrichtsentwicklung und den persönlichen Workflow interessiert haben. Schon seit einiger Zeit lege ich vor dem Moodle-Kurs meine Unterrichtsmaterialien in Markdown-Dateien an.

Markdown ist eine Auszeichnungssprache, die als Ergebnis HTML-kompatible Seiten erstellt. Ferner sind mittels Visual-Studio-Code-Erweiterung direkte PDF-Exporte möglich.

Markdown-Text (links) mit Vorschau (rechts) in Visual Studio Code

Die Erstellung in Markdown hat für mich den Vorteil, dass ich etwas flexibler bei der Gestaltung bin, als würde ich den Inhalt direkt in Moodle anlegen. Im Anschluss werden dann die Inhalte in Moodle eingefügt. Hierzu kann ich aus der Vorschau bereits fertig formatieren Text kopieren und im Moodle-Eingabefeld einfügen.

Die Markdown-Dateien erstelle ich in der allseits beliebten Entwicklungsumgebung Visual Studio Code. Hierin habe ich das Plug-In „Markdown: PDF“ installiert, um PDF- oder HTML-Dateien zu generieren. Die PDF-Dateien können auf einem Cloudspeicher abgelegt und bspw. als Link in Moodle eingebunden werden. Der Vorteil ist, dass ein Kapitel aus dem Kurs nun auch für die Schüler:innen als Datei auch über die Schulzeit hinaus zur Verfügung steht.

Markdown PDF Erweiterung in VSC

Außerdem können die Schüler:innen die Datei auch für die Bearbeitung mit Stifteingabe in einem OneNote oder ähnlichem übernehmen.

Die Markdown-Dateien wiederum erstelle ich in der Dokumentationsumgebung MkDocs. Das Ergebnis hieraus ist eine statische Webseite, welche die Markdown-Dateien in ein Menü einbindet, eine Seite drum herum strickt und die Texte auch noch durchsuchbar macht.

MkDocs-Seite

Die MkDocs-Erweiterung in Visual Studio Code generiert wiederum aus den Markdown-Dateien eine statische Webseite, welche ein Menü und eine Textsuche für die beinhalteten Seiten mit sich bringt.

Alle Arbeiten an den Markdown-Dateien und dem MkDocs-Gerüst finden bei mir nun so statt, dass ich in Git eine Versionierung durchführe. Diese wird mit dem schulischen gitlab-Server synchron gehalten.

Gitlab-Repository

Durch die Verwaltung mittels Git(lab) habe ich also eine Versionierung, ein Backup meiner Arbeit sowie die Funktionen rund um das Entwickeln von Material.

Aber auch weitere Aspekte, die zukünftig interessant werden könnten sind weiter zu fokussieren: Wenn Kolleg:innen Fehler im Material finden oder Änderungen, Verbesserungen und Ergänzungen vornehmen möchten, können sie dies bspw. über Issues melden. Außerdem können in Forks arbeitsteilig am Kurs gearbeitet werden, um am Ende einen gemeinsamen Kurs zu produzieren.

Dies wäre meine Vorstellung von agilem aber auch kooperativen Entwickeln von Unterricht!

Über LinkedIn-Learning gibt es passende Videotutorials für den Technik-Stack: